ROTUCTION portees Gianvito Rossi neuves jamais portees taille 38 de610b

ZOiS Spotlight 15/2017 von Julia Glathe (21.06.2017)

Durch Hooligans zerstörte Bestuhlung in Stadion von Bryansk in Russland. Foto: Zac Allan

Seit wenigen Tagen läuft in Russland der Confederations Cup. Das Turnier gilt als Generalprobe für die Fußballweltmeisterschaft der Männer, die Russland im kommenden Jahr ausrichtet. Vor dem Hintergrund der extremen Ausschreitungen während der vergangenen EM in Frankreich besteht in der internationalen Öffentlichkeit die Sorge, dass russische Hooligans das Großereignis im eigenen Land zu einem „Festival der Gewalt“ machen werden. Damals hatten bis zu 300 gut trainierte Hooligans aus Russland den Austragungsort Marseille in den Ausnahmezustand versetzt: Hunderte Verletzte, darunter zwei lebensgefährlich, und die Verwüstung des Innenstadtbereichs stellten die schockierende Bilanz dar.

Die Radikalität und Brutalität sowie die offenbar organisierten Strukturen russischer Hooligangruppen bei der EM in Frankreich haben die internationale Öffentlichkeit überrascht. Neu ist das Phänomen einer gewaltbereiten Hooligansubkultur in Russland jedoch nicht. Bereits in den 1990er Jahren bildeten sich dahingehende Strukturen innerhalb der russischen Fanszene heraus. Heute manifestiert sich dies in verschiedenen Formen der Gewalt: Neben Ausschreitungen innerhalb und um das Fußballstadion herum, finden regelmäßig organisierte Schlägereien zwischen rivalisierenden Hooligangruppen an abgelegenen Orten, zum Beispiel im Wald, statt. Auf diese informellen Wettbewerbe bereiten sich die häufig kampfsporterfahrenen Teilnehmer in Fitnessstudios und Kampfklubs vor, wie die von der BBC ausgestrahlte Dokumentation „Russia’s Hooligan Army“ eindrücklich vermittelt.

Besonders problematisch ist die Verbindung zwischen Teilen der gewaltbegeisterten Fanszene zur rechtsradikalen Bewegung und das damit verbundene Mobilisierungspotential. In Moskau kam es 2010 zu der bislang stärksten Mobilisierung, als sich rund 4.000 Hooligans und Neonazis auf dem Manege-Platz versammelten, rassistische und polizeifeindliche Slogans riefen und zahlreiche Menschen „nicht-russischen“ Aussehens brutal angriffen. Im Oktober 2013 kam es in dem Moskauer Vorort Birjulevo zu einem regelrechten Pogrom, als eine lokale Protestkundgebung gegen die staatliche Migrationspolitik eskalierte und Anwohner*innen gemeinsam mit Hooligangruppen unter lautstarken Parolen wie „Russen vorwärts“ und „Wir sind Russen, wir sind zu Hause“ von Migrant*innen betriebene Geschäfte und Märkte verwüsteten. Ereignisse von solchem Ausmaß sind seither glücklicherweise ausgeblieben. Rassistische Vorfälle in und außerhalb des Stadions ereignen sich jedoch nach wie vor regelmäßig, wie das Informations- und Dokumentationszentrum SOVA gemeinsam mit dem Netzwerk FARE in Reports dokumentiert.

Artikelzustand:
Neu mit Karton: Neuer, unbenutzter und nicht getragener Artikel, in der Originalverpackung (wie z. B. ... Mehr zum Thema Zustand
Couleur dominante: Bleu turquoise
Hauteur du talon: Plus de 7 cm Pointure: 38
Matière: Cuir et daim Marque: GiANVITO ROSSI
.

Die russische Politik ist sich der Gefährdung durch die gewaltbereite Fanszene, ihrer Verbindungen zur radikalen Rechten und ihr damit einhergehendes Potential, die WM im eigenen Land zu stören, durchaus bewusst. Darüber sollten auch die Tweets des Vorstandsmitglieds des russischen Fußballverbandes, Igor Lebedev, mit denen er die russischen Hooligans in Frankreich gar anzuspornen schien oder sein in diesem Jahr vorgebrachter Vorschlag einer Formalisierung von Hooligankämpfen als regulärer Sportwettkampf, nicht hinwegtäuschen. Tatsächlich findet in Russland schon seit Jahren eine stärkere Regulierung der Fanszene statt, die von großen Teilen der Fanszene als äußerst repressiv kritisiert wird.

Bereits 2011 wurden mit Blick auf die WM „Verhaltensregeln für Stadionbesucher und die Gewährleistung ihrer Sicherheit“ eingeführt. Ein zentraler Einschnitt fand im Jahr 2014 statt, als eine weithin unter dem Titel „Fangesetz“ bekannte Gesetzesänderung in Kraft trat. Das Gesetz verbietet nun unter anderem die Beleidigung anderer Fans durch Banner oder Sprechchöre, Trunkenheit, extremistische Propaganda sowie den Einsatz von Pyrotechnik. Im Falle mehrfacher Verstöße drohen Geldstrafen von bis zu 15.000 Rubel sowie Stadionverbote von bis zu sieben Jahren. Zusätzlich wurde im März 2015 beim Russischen Fußballverbund die Stelle eines „Inspektors für Rassismus“ ins Leben gerufen, nachdem ein Report das Ausmaß rassistischer Fankultur in Russland publik gemacht hatte. Darüber hinaus verabschiedete das russische Parlament Ende Juni 2016 ein Gesetz, demzufolge ab Januar 2017 der Verkauf und der Eintritt zu Sportveranstaltungen in Russland nur noch personalisiert unter Vorlage eines Passes erfolgen darf. Damit verbunden ist das Instrument einer so genannten Schwarzen Liste, auf der gewaltbereite Fans erfasst werden, denen der Zugang zu Sportveranstaltungen verwehrt werden soll. Die Zahl der dort aufgeführten als gewaltbereit geltenden Hooligans ist mittlerweile auf 191 Personen angewachsen (Stand Juni 2017).

Nach den Ausschreitungen in Frankreich unterzeichnete Russland gemeinsam mit einer Reihe weiterer Staaten im Juli 2016 eine Konvention des Europarats für mehr Sicherheit in Fußballstadien. Das Abkommen zielt darauf ab, die Kooperation der Polizeibehörden und den Dialog zwischen lokalen Behörden, Fußballvereinen und Fans zu fördern. Auch personell wurde nach dem EM-Skandal in Frankreich ein Zeichen gesetzt, als der Vorsitzende des Allrussischen Fanverbands (VOB), Aleksandr Šprygin, während der Versammlung des Russischen Fußballverbands öffentlichkeitswirksam vorrübergehend festgenommen wurde, die Vereinigung selbst aus dem Verband ausgeschlossen und dessen Büroräume in den darauffolgenden Tagen durchsucht wurden.

Im April dieses Jahres wurde schließlich die Gesetzeslage bezüglich Fangewalt erneut verschärft. Strafen für Verstöße gegen Stadionverbote wurden auf bis zu 50.000 Rubel verdoppelt. Darüber hinaus können nun auch bereits erstmalige „schwerwiegende Regelverstöße“ zu Stadionverboten von bis zu sieben Jahren führen. Das Gesetz richtet sich außerdem erstmals auch gegen mutmaßliche Hooligans aus dem Ausland. Ausländischen Fans soll die Einreise verweigert werden können, falls sie zuvor in oder außerhalb Russlands die öffentliche Ordnung bei Sportveranstaltungen oder anderen Massenevents gestört haben oder wenn der Verdacht vorliegt, dass sie dies während der WM in Russland beabsichtigen. Neben den gesetzlichen Verschärfungen sollen die Sicherheitsorgane für „Ordnung“ sorgen. Eine Reihe von Fans berichteten gegenüber der New York Times von wiederholten Einschüchterungsversuchen durch die Polizei und von mutmaßlicher Überwachung. Darüber hinaus werden seit Monaten regionale Sicherheitskräfte in gezielten Trainings auf eine mögliche Intervention in Hooliganausschreitungen vorbereitet. Während der WM ist eine massive Polizeipräsenz zu erwarten.

PREMIATA NIEDRIG SCHUHWERK FRAU TURNSCHUHE LEDER GOLD - DD27,Arche boot in Grau taupe suede,Bogner Damenschuhe Seoul 2b Derbys Grau (Grau 06) 5 UK,TOD'S MOCASINES EN ANTE MUJER NUEVO VIOLETA 635Tronchetto Via Roma 15 Malibù in pelle nera con banda lateraleDanish Landrace Pig Print Christmas Running Schuhes For Damens-Free Shipping,Salomon XT Wings 2 Schuhe Sportschuhe Freizeitschuhe Gr. 44 2/3,Nike Air Max 1 Bonsai Safari UK8.5,Boss moccasin, schwarz Leder,men's shoe Größe EU 43 UK 9Sandalei con tacco Aquazzura in pelle Scamosciato nero,Karl Lagerfeld Damenschuhe Trainers Skool Ikonic Hi Lace Weiß Lace Up Casual SchuhesStivali Bassi Damenschuhe Andrew Charles Neri CARLY Nero 37 EUR - 7 US,L'AUTRE CHOSE FOOTWEAR Damenschuhe DECOLLETE LEATHER GRAY - 9C21Jimmy Choo Issey 100MM Suede Sandales Größe 37.5 New,Andrew Charles D51 VITELLO NERO Stiefel Damen Schwarz DE,GRAU HOHE PUMPS NEU LUXUS DAMEN SCHUHE ELEGANT SANDALEN S21 GREY HIGH HEELS 37Caterpillar Braun P719411 Stiefel UK10New Balance M1300GN 10 Turnschuhe running schuhe,Adidas Indoor Super SPZL Weiß/Blau/ROT - UK7 - 2016NIKE AIR MAX TN Weiß / AQUA Blau,PREMIATA Damens schuhe Grau metallic Leder schwarz sequins sneaker DIANE 1989Loeffler Randall Emi Block Heel Sandales 019, Silver, 4 UK,Bc20490 HOGAN BALLERINE ROSA Damens WOMEN'S PINK BALLERINAS SchuhePrada Damenschuhe Gr. 36,5 schwarz NEU,Trippen Lace up Sandale Größe 36(K-60175),SOREL Damens’s Joan Of Arctic X Celebration BootAdidas Uomo Kanadia tr8 Ortholite Trainers Cloud Foam Lace Up Running Trainers,Van Bommel ALTRA luxus Halbstiefel/-sch, EU 44G, SUPERIOR Schuhe, eher Gr. 43 1/2Loake 1880 Größe 10.5 Mid Braun Loafers Good Condition,Adidas Spezial Blau 42.5 UK 8.5 rare not Berlin Dublin London Kegler,.

Der aktuelle Monitoring-Report des Netzwerks FARE und des Sova Centers (siehe Tabelle) zeigt, dass Russland im Kampf gegen den Rassismus im Fußball Fortschritte gemacht hat: Die Zahl der rassistischen und rechtsradikalen Vorfälle bei russischen Spielen in der Saison 2016/2017 verringerte sich von 101 auf 89 im Vergleich zur letzten Saison.

Inwieweit die Maßnahmen zur Regulierung der Hooligangewalt langfristig Wirkung entfalten, bleibt abzuwarten. Es ist aber zu befürchten, dass reine Repression ohne die Ausweitung alternativer Instrumente der sozialen Arbeit mit Fangruppen eher die gewaltbereiten Gruppen in den Untergrund verdrängen, als eine liberale Fankultur zu fördern. In den letzten Jahren sind in begrenztem Maße seitens staatlicher Akteure aber auch kooperative Ansätze zur Etablierung einer gewaltfreien Fankultur zu beobachten, zum Beispiel durch Runde Tische zwischen Fußballfunktionären und Fanvertretern zum Thema Vorbeugung von Fangewalt. Hoffnung machen aber vor allem zivilgesellschaftliche Initiativen wie die Fangruppe „ZSKA Fans Gegen Rassismus“, die sich für ein alternatives, anti-rassistisches und anti-homophobes Fanmodell einsetzen.


Julia Glathe ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin.